Über uns
Unsere Geschichte
Zwei Menschen. Unterschiedliche Erfahrungen. Eine gemeinsame Vision.
Gesundheit verstehen, bevor sie zum Problem wird.
Hinter LIV.TWIN stehen zwei Unternehmer, deren persönliche und berufliche Erfahrungen zu einer gemeinsamen Überzeugung geführt haben: Menschen sollten ihre Gesundheit besser verstehen können – und die Möglichkeit haben, sie aktiv mitzugestalten.
Die Geschichte zweier Gründer, die Gesundheit neu denken wollen
Es gibt Unternehmensgründungen, die aus einer technologischen Innovation entstehen, andere beginnen mit einer wirtschaftlichen Idee. Bei LIV.TWIN Health Intelligence war es vor allem eine gemeinsame Überzeugung, die zwei Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen zusammenführte: Gesundheit darf nicht erst dann zum Thema werden, wenn eine Krankheit diagnostiziert wird. Und wer mit einer Erkrankung konfrontiert ist, sollte die Möglichkeit haben, seine medizinische Situation zu verstehen, fundierte Fragen zu stellen und gemeinsam mit seinen Ärzten die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Für Cornelia Beier und Roy von der Locht, die Gründer von LIV.TWIN, ist diese Überzeugung das Ergebnis jahrzehntelanger beruflicher Erfahrung, persönlicher Erlebnisse und vieler Begegnungen mit Menschen, die sich in unserem komplexen Gesundheitssystem allein gelassen fühlten. Beide wissen, wie wertvoll medizinische Expertise ist. Sie wissen aber auch, wie schwierig es für Patienten sein kann, überhaupt Zugang zu den richtigen Informationen und Spezialisten zu finden. Und sie sind überzeugt, dass moderne Technologien heute Möglichkeiten eröffnen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren.
Wenn eine Diagnose das Leben verändert
Roy von der Locht kennt die Herausforderungen unseres Gesundheitssystems nicht nur aus seiner beruflichen Tätigkeit als Unternehmer und Technologieexperte, sondern auch aus einer sehr persönlichen Perspektive. Er hat zwei Krebserkrankungen durchlebt und erfahren, wie schnell eine Diagnose das eigene Leben verändern kann. Von einem Tag auf den anderen stehen Fragen im Raum, mit denen man sich vorher nie beschäftigen musste. Medizinische Fachbegriffe, Untersuchungsergebnisse, unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten und die Suche nach spezialisierten Ärzten bestimmen plötzlich den Alltag.
Gerade bei einer schweren Erkrankung wird deutlich, wie entscheidend es sein kann, nicht nur eine Diagnose zu erhalten, sondern auch zu verstehen, was sie konkret bedeutet. Welche Therapieoptionen gibt es? Was sagen die wissenschaftlichen Erkenntnisse? Ist der eingeschlagene Weg der richtige? Und wann ist eine zweite medizinische Meinung sinnvoll?
Roys persönliche Erfahrungen haben seinen Blick auf Medizin und Patientenversorgung nachhaltig geprägt. Er weiß, wie wichtig es ist, sich nicht ausschließlich auf einzelne Informationen verlassen zu müssen, sondern medizinische Zusammenhänge nachvollziehen und Entscheidungen auf einer möglichst fundierten Grundlage treffen zu können.
Diese Erfahrungen flossen auch in seine Beschäftigung mit digitalen Zweitmeinungsprozessen ein. Ein wichtiger technologischer Ausgangspunkt für LIV.TWIN ist eine bereits entwickelte Zweitmeinungsplattform, über deren Infrastruktur mehr als 10.000 medizinische Zweitmeinungsfälle abgewickelt wurden. Das dahinterstehende System verbindet strukturierte medizinische Informationen mit einem Netzwerk von über 230 angebundenen Kliniken und ermöglicht die Organisation komplexer Zweitmeinungsprozesse.
Die Erfahrungen aus diesen Fällen zeigen, welche Bedeutung eine zusätzliche fachärztliche Einschätzung haben kann. Nach den vorliegenden Unternehmensangaben war in 17 Prozent der dokumentierten Fälle eine Therapieänderung erforderlich; in weiteren 27 Prozent ergaben sich wichtige ergänzende Erkenntnisse. Diese Zahlen beziehen sich auf die bestehende Zweitmeinungsinfrastruktur und sind keine Ergebnisse der neuen LIV.TWIN-Produkte.
Doch gerade aus dieser Erfahrung entstand eine weiterführende Frage: Warum erhalten Menschen häufig erst dann eine umfassendere Orientierung, wenn sie bereits schwer erkrankt sind? Warum gibt es nicht schon vorher einen intelligenten Begleiter, der medizinische Informationen verständlich macht, Zusammenhänge erklärt und hilft, die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen?
Wenn medizinisches Wissen Menschen erreichen soll
Cornelia Beier kennt die Medizin aus unterschiedlichen Perspektiven: Zu Beginn ihrer Laufbahn arbeitete sie im Umfeld einer auf Onkologie spezialisierten Clinical Research Organization, später war sie in Pharma, Biotechnologie und Gesundheitskommunikation tätig. Über all die Jahre beschäftigte sie eine Frage besonders: Wie kommt medizinisches Wissen bei den Menschen an, die es brauchen?
Wie groß die Lücke zwischen Wissen und Orientierung sein kann, erlebte sie immer wieder bei Patienten und in ihrem persönlichen Umfeld. Nach einer Diagnose stehen Betroffene oft vor einem Berg aus Befunden, Fachbegriffen und Entscheidungen. Informationen liegen an verschiedenen Stellen, Zusammenhänge bleiben unklar und die Suche nach geeigneten Spezialisten kann zusätzlich verunsichern. Im eng getakteten Versorgungsalltag fehlt zudem häufig die Zeit, alle Fragen ausführlich zu klären. Nicht selten fällt Patienten erst nach dem Arztgespräch ein, was sie noch hätten fragen wollen.
Für Cornelia wurde dadurch deutlich: Gute medizinische Versorgung bedeutet auch, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Situation zu verstehen und sich aktiv in Gespräche mit ihren Ärzten einzubringen. Sie sollten nachvollziehen können, was ein Befund aussagt, welche Fragen offen sind und welche nächsten Schritte besprochen werden können.
Ebenso persönlich ist Cornelias Engagement für Prävention. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie Menschen ihre Gesundheit im Alltag stärken und möglichst lange selbstständig und leistungsfähig bleiben können. Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stress gehören für sie nicht in ein abstraktes Gesundheitsprogramm, sondern ins wirkliche Leben. Dabei geht es nicht darum, Krankheit vollständig verhindern oder Menschen für ihre Gesundheit verantwortlich machen zu können. Es geht darum, verlässliche Orientierung zu geben und dort Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, wo sie bestehen.
Für Cornelia gehören deshalb Prävention und Unterstützung im Krankheitsfall zusammen: Menschen sollten sowohl bei einer Diagnose verständliche Orientierung finden als auch frühzeitig dabei unterstützt werden, ihre Gesundheit bewusst mitzugestalten. Diese Überzeugung prägt ihre Arbeit an LIV.TWIN.
Cornelia und Roy im Interview
„Wir wollen, dass Menschen ihre Gesundheit nicht erst verstehen, wenn sie krank werden.“